Tinnitus der Ratgeber für Ohrengeräusche

Tinnitus der Ratgeber für Ohrgeräusche

Unter Tinnitus sind Symptome in Form von Ohrgeräuschen zu verstehen, wie beispielsweise das Pfeifen, Summen, Brummen, Klingeln, Piepen oder Rauschen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Geräusche im Ohr entstehen. Das ist allerdings nicht ganz korrekt, denn Tinnitus entsteht durch veränderte Wahrnehmungen, die in bestimmten Abschnitten des Mittelhirns lokalisiert sind.

Tinnitus kann für kurze Zeit auftreten. Er kann sich allerdings, je nach Grunderkrankung, auch zu einem länger andauernden Krankheitsgeschehen entwickeln.

 

Folgende Tinnitus-Arten werden unterschieden:

 

Subjektiver Tinnitus

Die am häufigsten auftretende Art von Tinnitus ist der subjektive Tinnitus. Er wird als subjektiv bezeichnet, weil ihn nur die von ihm Betroffenen hören können.

Verfestigt sich der Tinnitus zu einer eigenständigen Erkrankung, kommt die Therapie meist nicht mehr ohne eine psychotherapeutische Unterstützung aus.

 

Einteilung des Tinnitus nach Beschwerdedauer:

Je nachdem wie lange die Geräusche andauern wird unterschieden zwischen dem:

  • akuten subjektiven Tinnitus, der bis zu drei Monate bestehen kann,
  • subakuten subjektiven Tinnitus, bei dem die Ohrgeräusche drei bis sechs Monate andauern können,
  • chronischen subjektiven Tinnitus, wenn die Symptome länger als sechs Monate bestehen.

Objektiver Tinnitus

Handelt es sich um einen objektiven Tinnitus, bei dem die Schallquelle mithilfe von Spezialgeräten direkt am Ohr gemessen werden kann, ist es bedeutend leichter, eine Diagnose zu stellen.

Wird durch die Untersuchung die Grundkrankheit, die die Schallquelle bildet, gefunden, richtet sich die Therapie nach dem zugrundeliegenden Krankheitsbild. Sehr häufig wird das Beschwerdebild durch Blockaden im Bereich des Kiefers und der Halswirbelsäule verursacht. Sind die Blockaden korrigiert, verschwindet auch meistens der Tinnitus.

Auch wenn die Ohrgeräusche von den Betroffenen als unangenehm empfunden werden, sind sie in den meisten Fällen nicht von langer Dauer. Bleiben die Beschwerden durch Tinnitus allerdings länger als drei Monate bestehen und beeinträchtigen massiv das Wohlbefinden, sollte kurzfristig ein Besuchstermin beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt vereinbart werden. Denn durch länger andauernde Geräuschbelastung können sich körperliche und psychische Symptome entwickeln oder verstärken wie beispielsweise:

 

  • Schmerzen und Verspannung im Schulter-Nacken-Bereich,
  • Kieferschmerzen,
  • krankhafte Überempfindlichkeit gegenüber Schall,
  • Konzentrationsstörung,
  • Unruhe oder Nervosität,
  • Schlafstörungen,
  • Extreme Traurigkeit
  • Einsamkeitsgefühle
  • Depressive Verstimmungen

 

Tinnitus - der Ratgeber für Ohrgeräusche

 

Wie entsteht Tinnitus?

Tinnitus entsteht oftmals in Verbindung mit berufsbedingten oder privaten Belastungen oder als Folge von gesundheitlichen Einschränkungen wie:

  • Schwerhörigkeit aufgrund des Alters,
  • Funktionsstörung der Halswirbelsäule,
  • Funktionsstörung der Schulter-Nacken-Muskulatur,
  • Funktionsstörung des Kiefergelenks oder
  • Otosklerose (Erkrankung des Knochens, der das Innenohr umgibt).

Werden die Symptome von einem plötzlichen Hörverlust begleitet, ist es höchste Zeit für einen Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt.

In den meisten Fällen wird auch das Erstgespräch beim HNO-Arzt stattfinden. Da häufig belastende Lebensereignisse mit dem Auftreten von Tinnitus in Verbindung stehen, wird der Facharzt beim Erstgespräch auf diese Problematik eingehen und in vielen Fällen auch psychosoziale Ursachen erfragen.

 

Mögliche Fragen im Erstgespräch betreffen:

  • den Zeitpunkt, an dem das Geräusch das erste Mal aufgetreten ist,
  • Beschwerden, die dazu beigetragen haben könnten,
  • sonstige Ereignisse im Leben, die zur selben Zeit aufgetreten waren,
  • eventuell wesentliche Lebensveränderungen in der Zeit des Tinnitus-Ausbruchs,
  • eventuell schon früher aufgetretenen Tinnitus oder
  • mögliche Eigeninitiative, um sich selbst zu heilen.

Neben dem Tinnitus treten häufig schmerzhafte Zustände in Nacken, Schulter und Rückenbereich, Kieferschmerzen, Zahnschmerzen, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Muskel- und Ohrenschmerzen auf. All diese Missempfindungen können Hinweise auf eine craniomandibuläre Dysfunktion sein (Funktionsstörung der Kiefergelenke, der Kaumuskulatur und des Zusammenspiels der Ober- und Unterkieferzähne (Okklusion) beim Zubeißen).

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Je nachdem zu welchem Ergebnis der behandelnde Arzt kommt, wird er, entsprechend der vom Patienten geschilderten Beschwerden, verschiedene Tests durchführen oder durchführen lassen. Er wird beispielsweise den äußeren Gehörgang und das Trommelfell mit dem Ohrmikroskop betrachten; ebenso den Nasen- und Rachenraum. Um einen Bluthochdruck auszuschließen, misst er den Blutdruck, er hört die großen Halsgefäße ab, um auszuschließen, dass sich in ihnen eine Verengung befindet und findet mit der Stimmgabel heraus, ob es sich eventuell um eine Mittelohr- oder eine Innenohrschwerhörigkeit handelt.

 

Besteht bereits der Verdacht auf craniomandibuläre Dysfunktion, wird von fachärztlicher Seite aus überprüft, ob die Beschwerden durch ein fehlerhaftes Kausystem entstanden sind und wenn Gelenkgeräusche bestehen, wo deren Ursprung ist. Außerdem wird über einen spezifischen Belastungstest herausgefunden, in welchen Bereichen es zur Schädigung des Kauapparates gekommen ist. Bei eindeutigem Befund folgt eine instrumentelle Funktionsanalyse. Dabei werden mithilfe von Spezialapparaturen, die sehr präzise arbeiten, die Abweichungen von der normalen Gelenkposition aufgezeichnet. Weitere unterstützende Untersuchungsarten sind: Gelenkspiegelung (Arthroskopie), Röntgenaufnahmen und Magnetresonanztomographie (MRT).

 

 

 

Behandlung von nicht zu lokalisierenden Schmerzen

Für Patienten mit Tinnitus gibt es nicht nur die eine Behandlungsmethode, da aufgrund der vielen möglichen Tinnitus auslösenden Grunderkrankungen auch entsprechend viele Therapieansätze bestehen.

 

Können die Schmerzen nicht lokalisiert werden, wird mit Kopfschmerztabletten therapiert. Wenn dies auch erst einmal zur Linderung der Symptome führt, kommt es bei den Patienten durch den möglicherweise chronischen Tablettenkonsum zu gesundheitlichen Schäden wie Magenblutungen oder zu nicht mehr rückgängig zu machenden (irreversiblen) Nierenschäden.

 

Behandlungsformen bei Tinnitus aufgrund von CMD

Da gerade Blockaden des Kiefer- und Nackenbereiches häufig Tinnitusgeräusche verursachen und Okklusionsstörungen sowie Stressfaktoren zu den Hauptrisikofaktoren für craniomandibuläre Dysfunktion gehören, schließt sich der Kreis von Tinnitus zu CMD.

 

Wird als Grund für die Kopf-, Nacken- und Kieferschmerzen eine craniomandibuläre Dysfunktion diagnostiziert, kann diese durch kieferorthopädische Veränderungen innerhalb des Gebisses ausgelöst worden sein.

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Erst wenn die Fehlfunktion des Gebisses durch verschiedene Vermessungstechniken einwandfrei dargestellt wurde, kann nachfolgend geklärt werden wie die Bisskorrektur erfolgen soll. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, wird die funktionelle Therapie durch den Zahnarzt oftmals durch physiotherapeutische und osteopathische Maßnahmen begleitet.

 

Unterstützende Maßnahmen bei CMD können sein:

  • Stress Management
  • Entspannungstraining,
  • Ergotherapie oder
  • Physiotherapie

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